Welche Kosten kommen auf uns als Familie zu?

Au Pair Vermittlung

Die ersten Kosten, die bei der Planung eines Au Pair Aufenthaltes anfallen, sind die Kosten für die Vermittlung. Wenn Sie über eine Internet Agentur nach einem Au Pair suchen, sind die Kosten für Sie gering – in der Regel zahlen Sie nicht mehr als 50€.
Für diesen oder einen geringeren Beitrag können Sie selbstständig im Datenbank-Angebot einer Online-Agentur nach einem Au Pair suchen, das Ihren Anforderungen entspricht. Bei gegenseitigem Interesse sollten Sie ein Telefon- oder Skype-Gespräch vereinbaren. Wenn sich beide Seiten gut verstehen, kann ein Vertrag aufgesetzt werden.

Dieser Vertrag kommt ausschließlich zwischen Ihnen als Gastfamilie und dem zukünftigen Au Pair zustande und bedarf keiner dritten Vertragspartei wie einer Service-Agentur. Somit stehen im Falle einer selbstorganisierten Suche mittels eines Online-Anbieters keine weiteren Kosten für die Vermittlung an.
Beachten Sie jedoch, dass sämtliche organisatorische Abläufe – wie die Anreise, Beschaffung des Visums und Abschluss von Versicherungen – damit von Ihnen und dem Au Pair selbst in die Wege geleitet werden müssen.

Bevorzugen Sie stattdessen einen erweiterten Service und möchten administrative Angelegenheiten weitestgehend aus der Hand geben, können Sie sich an eine Full-Service Agentur wenden. Die entstehenden Kosten fallen dann entsprechend deutlich höher aus – Sie müssen mit mehreren hundert Euro rechnen.

Neben den Kosten für die Vermittlung, gibt es für beide Seiten weitere Ausgaben die beachtet werden müssen.

Taschengeld

Die Familie zahlt dem Au Pair ein monatliches Taschengeld, welches sich auch nach dem Wohnort und den Lebensumständen der Gastfamilie richtet. Dieses Taschengeld dient dazu, dass das Au Pair in der Zeit des Aufenthaltes alle laufenden Kosten gut decken kann.
In Deutschland beläuft sich das Taschengeld laut Maßgabe der Bundesregierung auf 260€ monatlich. Au Pairs unterliegen in Deutschland nicht der Sozialversicherungspflicht.

Wenn Sie in Österreich leben und ein Au Pair aufnehmen möchten, müssen Sie es hingegen bei der gesetzlichen Sozialversicherung anmelden. Die Aufwendungen für Unterbringung und Verpflegung des Au Pairs, Ausgaben für Krankenversicherung, sowie Beträge, die Sie für Sprachkurse oder kulturelle Veranstaltungen aufwenden unterliegen nicht der Beitragspflicht.
Au Pairs werden in Österreich nach Mindestlohn bezahlt, die genaue Höhe der Zuwendungen richtet sich dabei nach dem Bundesland und den Tätigkeiten des Au Pairs.

Anreise

Die Kosten für die Anreise zahlt in der Regel das Au Pair selbst, wobei sich einige Familien an den Kosten beteiligen. Dies geschieht jedoch auf freiwilliger Basis – Sie sind dazu rechtlich nicht verpflichtet.

Auch die Beschaffung eines Visums, falls ein solches zur Einreise benötigt wird, fällt in den Aufgabenbereich des Au Pair. Es muss somit sämtliche anfallende Kosten für die Bearbeitung in der Botschaft oder benötigte Dokumente selbst tragen.

Krankenversicherung

In Österreich  kümmert sich das Au Pair selbst um die Krankenversicherung und trägt die entsprechenden Kosten. Die Familie muss das Au Pair jedoch bei der Österreichischen Sozialversicherung anmelden, die beispielsweise im Falle eines Unfalls in Anspruch genommen werden kann.

In Deutschland ist die Familie hingegen in vollem Umfang finanziell und organisatorisch für die Versicherung des Au Pairs zuständig. Das Au Pair muss dabei mindestens unfall- und krankenversichert sein.

Selbstverständlich kann das Au Pair zusätzlich eine private Versicherung abschließen, um sich zusätzlich zu schützen.

Wenn Sie ein Au Pair aus der EU aufnehmen, so ist die Krankenversicherung in der Regel auch in Deutschland und Österreich leistungspflichtig. Dies sollte Ihr Au Pair am Besten direkt bei seiner Versicherung erfragen.

Sonstige Ausgaben

Die meisten Au Pairs möchten einen Sprachkurs besuchen und die Gastfamilie sollte die Teilnahme finanziell und organisatorisch unterstützen. In Deutschland wird die Familie eines Au Pairs dazu angehalten, die Kosten für den Sprachkurs anteilig zu übernehmen.
Dabei handelt es sich um einen Betrag von 50€ pro Monat, der zusätzlich zum Taschengeld bereitgestellt wird.

Während des gesamten Aufenthaltes wird das Au Pair außerdem bei Ihnen im Haus wohnen, an sämtlichen Mahlzeiten teilnehmen und abgesehen davon Zugang zu allen Nahrungsmitteln erhalten, die für die ganze Familie gedacht sind.
Damit steigen entsprechend auch die Lebensunterhaltungskosten der Familie. Vergessen Sie nicht, dass Sie für die gesamte Aufenthaltsdauer des Au Pair einen weiteren, erwachsenen Menschen verpflegen müssen. Auch die Ausgaben für Strom- und Wasserverbrauch können entsprechend ansteigen.

Achtung: Sie sollten sich unter keinen Umständen dazu bereit erklären, vor Anreise des Au Pair Geld ins Ausland zu überweisen. Wenn Sie gemäß der gemeinsamen Abmachungen beispielsweise einen Teil der Reisekosten übernehmen wollen, können Sie dies im Vertrag festhalten und mit der Auszahlung warten, bis Ihr Au Pair in der Familie angekommen ist.

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