Andere Lände, andere Erziehungsstile – Ist mein Au Pair zu weit gegangen?

Als Gastfamilie hat man die Freiheit sich für ein Au Pair aus einem anderen Teil der Welt zu entscheiden. Das bedeutet natürlich auch eine Person mit anderen kulturellen Hintergründen und Moralvorstellungen Teil seiner Familie werden zu lassen. Oft ist sich eine Gastfamilie jedoch nicht von Anfang an bewusst, inwiefern sich Erziehungsstile in unterschiedlichen Ländern doch noch unterscheiden können.

Auf einmal dann der Schockmoment: das Au Pair geht sehr aggressiv mit Konflikten in Bezug auf die Kinder um, womöglich kommt es zu Handgreiflichkeiten, die Stimme erhebt sich zu einer unangenehmen Lautstärke. Ist mein Au Pair zu weit gegangen? Wie viel Freiheiten darf ich meinem Au Pair lassen?

Was tun?

Hierbei ist es als Gastfamilie wichtig gerade in der Anfangsphase klarzustellen, wie Sie sich die Erziehungsmethode des Au Pairs vorstellen. Das Au Pair wird in vielen Fällen mehr Zeit mit der Erziehung verbringen als Sie selbst, daher ist es ausschlaggebend dem Au Pair einige Grundlagen zu vermitteln. Vor allem dann, wenn sich die Moralvorstellungen und kulturellen Hintergründe grundsätzlich unterscheiden.

Es ist wichtig als Gastfamilie einige Zeit damit zu verbringen, die eigene Kultur zu erklären. Oft sind die Erziehungsstile des Au Pairs Erfahrungen aus ihrer eigenen Kindheit oder der Schule etc. Es ist also wichtig zu zeigen, dass es in der Gastfamilie andere Grundsätze gibt, denn schlussendlich gilt immer die Erziehungsmethode der Gastfamilie.

Natürlich können andere Erziehungsstile auch neue Ideen für die Gastfamilien bedeuten und das Au Pair sollte auch einige Freiheiten haben. Dies sollte jedoch jede Gastfamilie individuell entscheiden und sollte die eigenen Grundvorstellungen nicht übertreten. Körperliche Gewalt gegen Kinder darf von daher nicht ausgeübt werden.

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